Indigourlaub


Schamanismus

Sommer-Ausgabe 2010

Kultur im Sommer

Empfehlungen von Stella Mandusic

Titel

Karl-Skraup-Preis und Publikumspreis 2009/10

Titelgestiftet von der BAWAG P.S.K.

Thomas Schulte-Michels, Maria Bill und Thomas Meczele sind die glücklichen Karl-Skraup-Preis-Gewinner 2009/10. Zum Publikumsliebling wurde Andreas Vitásek gewählt.

Der Preis für die „Beste schauspielerische Leistung“ geht an Maria Bill für die Rolle der Diva „Huma Rojo“ in Almodóvars Alles über meine Mutter, für die morphiumabhängige „Mary Cavan Tyrone“ in O’Neills Eines langen Tages Reise in die Nacht sowie für die resolute „Deborah“ in Hiob von Joseph Roth. Maria Bill wurde bereits 2001/02 für ihre Darstellung der „Salome Pockerl“ in Der Talisman mit dem Karl-Skraup-Preis ausgezeichnet.

Regisseur Thomas Schulte-Michels, der bereits 2009 Tschechows Drei Schwestern erfolgreich am Volkstheater inszenierte, wurde nun für Eines langen Tages Reise in die Nacht von Eugene O’Neill in der Kategorie „Beste Regie“ ausgezeichnet.

Neuer Nachwuchspreisträger ist Thomas Meczele, der zuletzt in Das letzte Feuer von Dea Loher eine eindringliche Darstellung des „Peter“ geliefert hat. Weitere Rollen spielte er in Purple Rose of Cairo und in Don Juan. Nächste Spielzeit wechselt er ans Staatstheater Kassel.

Zum eindeutigen Publikumsliebling wurde Andreas Vitásek gewählt. Er spielte heuer 37 Mal in Nestroys Umsonst den Mimen Arthur, der stets pleite ist und in dessen Theater von Steyr „bei Hochdruck in der Abendkasse Tiefdruck“ herrscht. Ab Oktober folgt die Wiederaufnahme. Mit zu Vitáseks Repertoire-Vorstellungen zählten der Publikumsrenner Einen Jux will er sich machen (Weinberl) und die von Michael Schottenberg rockig inszenierte Fledermaus im Gemeindebau, in der Vitásek als Fröschl zeigt „welch großer Kleinkünstler“ er ist.

Barbara Rett moderierte zum zweiten Mal die Festveranstaltung. Die neuen Karl-Skraup-Preisträger erhielten den mit jeweils 3.000 Euro dotierten Geldpreis von BAWAG P.S.K. Vorstandsdirektorin DDr. Regina Prehofer.

Regina Prehofer:
„Die BAWAG P.S.K. und das Volkstheater leben bereits seit vielen Jahren eine sehr erfolgreiche Sponsoringpartnerschaft. Ein wesentlicher Teil dieser Kooperation ist die Dotierung der Karl-Skraup-Preise. Hier ist uns die Nachwuchsförderung ein besonderes Anliegen, aber auch die Einbindung des Publikums über den von uns initiierten Publikumspreis. Die Besucherinnen und Besucher des Volkstheaters sind eine wichtige Zielgruppe für die BAWAG P.S.K. und die Karl-Skraup-Preise sollen die herausragenden Leistungen, die jeden Tag am Theater erbracht werden, würdigen.“

Michael Schottenberg:
„Mit der jährlichen Verleihung des Karl-Skraup-Preises und des Publikumspreises setzen wir ein Zeichen für unser Ensembletheater. Die BAWAG P.S.K. bekennt sich mit uns gemeinsam zum Ziel des kontinuierlichen Aufbaus junger Talente und der Auszeichnung herausragender Darsteller. So gelingt mein Konzept: Die großen Volksschauspieler von morgen stehen schon heute bei uns auf der Bühne.“

Thomas Stöphl:
„Die rege Beteiligung an der Wahl, die mich sehr freut, zeigt den Zuspruch zu unserem Ensemble. Hierzu zählen seit Jahren große Volksschauspieler, wie jetzt der neue Preisträger Andreas Vitásek.“

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Piaf und Brel Volkstheater

Titel

Vorstellung am 13. Juni 2010
(Fotoquelle © Lalo Jodlbauer)


Mit ihrer bezaubernden Stimme und ihrem unvergleichlichem Humor hält Maria Bill uns einen Abend lang in Atem. Verwandlungsfähig wie sie ist, spielt und singt sie Edith Piaf und Jack Brel, als wäre sie diese Legenden persönlich.

Edith Piaf, eine kleine Frau aus den Pariser Slums, die auf der Straße entdeckt wurde, zuerst in Nachtlokalen singt und dann die große Bühne der Welt erobert. Eine faszinierende Frau mit vielen Facetten, die ihre Liebe großzügig verschenkt und dafür so manche Enttäuschungen einstecken muss. Die Höhepunkte und Tiefen im Leben der Piaf berühren das Publikum und gehen unter die Haut.

Jack Brel, ein Mann, der seine Chansons nicht nur sang, sondern sie auch auf der Bühne lebte. Er erzählte uns von der Liebe, vom Tod, von Freude und Leid und klagte über Einsamkeit und Verlust. Er sehnte sich nach Treue und Freundschaft. Viel zu früh verstarb einer der größten Chansonniers auf der Bühne seines Lebens.

Unter der wunderbaren Regie von Michael Schottenberg werden starke Gefühle, wie Verzweiflung, Melancholie und Lebensfreude geweckt und sehr authentisch von Maria Bill dargestellt. Maria Bill ließ die Piaf und Brel für einen Abend lang leben, singen, lieben, leiden und sterben. Mit Standing Ovations bedankte sich das Publikum bei der großartigen Schauspielerin und Sängerin Maria Bill. Ein unvergesslicher Abend!

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BABY DOLL

Titelvon Tennessee Williams

Deutsch von Wolf Christian Schröder
Deutschsprachige Erstaufführung

Volkstheater
Premiere: 10. September 2010
Weitere Termine: 10., 11., 12., 14., 18.
und 25. September um 19.30 Uhr, 19. September um 15 Uhr


Daumen lutschend, Cola trinkend, eine klassische Südstaatenunschuld, das ist Baby Doll Meighan, 19. Sie schläft in ihrem Gitterbett und ist mit Archie Lee verheiratet, auf dem Papier zumindest. Archie Lee, ein bankrotter Baumwollfarmer, ist schon etwas in die Jahre gekommen. Ein Nervenbündel. Nicht grundlos, denn laut Vertrag darf die Ehe erst vollzogen werden, wenn Baby Doll 20 Jahre alt ist. Und auch nur, wenn Archie Lee seinem „Baby" ein angemessenes Heim bieten kann.

Doch die Möbelpacker sind da und holen das auf Kredit gekaufte Mobiliar ab. Stück für Stück. Ein leer geräumtes Herrenhaus, eine jungfräuliche Braut, die ins Hotel ziehen will, ein hysterischer, eifersüchtiger Gatte: Hier betritt Silva Vacarro die Szene, Sizilianer, elegant, Reitpeitschen schwingend und Manager der konkurrierenden Syndicate Plantage. Dort war in der Nacht zuvor ein Feuer ausgebrochen - Verdacht auf Brandstiftung! Der Kampf der Rivalen beginnt. In der erotisch aufgeheizten Atmosphäre, in der Hitze des Südens, in dem leeren, verfallenden Haus.

Macht, Gewalt, sexuelle Obsessionen und Rache, Vendetta - Baby Doll ist das Unterpfand. Archie Lee kommt unweigerlich ins Gefängnis, Vacarro verspricht, irgendwann wiederzukommen. Sie: zurückgelassen, ruiniert, sinnierend: Wir müssen einfach bis morgen warten. Dann wissen wir, ob man sich an uns erinnert oder uns vergessen hat - -

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Gemeinsam ins Theater


So lauter der neue Publikumservice des Volkstheaters und bietet dazu ab sofort einen neuen, derzeit in Österreich wohl noch einzigartigen kostenlosen Internet-Service an: Unter www.volkstheater.at gibt es die Möglichkeit, die passende Begleitung für einen gemeinsamen Theaterabend zu finden.

Gemeinsam - nicht allein, ist das Motto, das nicht nur Singles ansprechen soll. Interessierte können ganz einfach Sucheinträge platzieren oder auf Angebote antworten.


Bühne frei für Operette, Operngala und Big Band bei den Schlossfestspielen Langenlois

Titel

Tickets und nähere Informationen zu
allen Veranstaltungen der Schlossfestspiele Langenlois
gibt es unter 02734/3450 und unter www.operettensommer.at

Die Schlossfestspiele Langenlois bringen von 22. Juli bis 14. August 2010 Johann Strauß „Eine Nacht in Venedig“ und holten dafür den Tenor KS Sebastian Reinthaller ins Boot. Als umtriebiger Herzog Guido von Urbino wird er nicht nur mit dem Lagunenwalzer „Ach, wie so herrlich zu schaun sind all die reizenden Fraun“ das Publikum verzaubern. Neben KS Sebastian Reinthaller werden KS Rudolf Wasserlof als Senator Bartolomeo Delaqua, Erwin Berlakowitsch als Makkaronikoch Pappacoda, Elisabeth Flechl als Fischermädchen Annina, Iva Mihanovic als Zofe Ciboletta und viele mehr zu sehen sein.

„Natalia Ushakova – Meine Leidenschaft“
Am 12. August 2010 wird der exklusive und etablierte Operettensommer durch einen Soloabend mit Sopranistin Natalia Ushakova ergänzt. Als Bühne dient wie gewohnt der Vorplatz des Schlosses Haindorf, wobei das Schloss selbst dabei als beeindruckende Kulisse dient. Unter dem Titel „Natalia Ushakova – Meine Leidenschaft“ wird die geborene Russin bekannte Opern- und Operettenarien zum Besten geben.

“BigBand Concert”
Am 5. August 2010 gibt das Lower Austrian Concert Jazz Orchestra unter der Leitung von Thomas Ramsl einen Gastauftritt. Gemeinsam mit jungen Talenten der iederösterreichischen Jugendjazzakademie wird Stargast Luzia Nistler auf der Bühne stehen und neben klassischen Bigband Melodien auch Operettenmelodien im Big Band Sound präsentieren. Luzia Nistler ist einer der Stars am österreichischen Musical-Himmel. Thomas Ramsl ist mit 27 Jahren der jüngste Big Band-Leiter Österreichs und wird als Top-Player der österreichischen Jazzszene gehandelt. 1998 gründete er sein erstes Jazzorchester – das „LOWER AUSTRIAN CONCERT JAZZ ORCHESTRA“. Im Laufe der Jahre spielten viele international erfolgreiche österreichische Musiker bei ihm: Bumi Fian, Thomas Kugi, Harry Sokal, Robert Bachner, Lisa Nielson u.v.a.

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Romeo & Julia 2010

Titel

Shakespearfestspiele auf der Rosenburg
Vom 2.7.-8.8.2010
Karten und Infos. www.shakespeare-festspiele.at

DRomeo und Julia ist das berühmteste Liebespaar nicht nur der Literatur-, sondern der gesamten Menschheitsgeschichte.

Das liegt wohl daran, dass sie für ihre erste Liebe sterben müssen. Oder daran, dass es gerade ihre Eltern sind, die in einem sinnlosen Streit diese Liebe verhindern. Aber ihre Liebe ist stärker als ein bürgerkriegsähnlicher Zustand, und ihr Tod beendet ihn.

Die Sturheit dieser Liebe über Schranken hinweg und die friedensbildende Kraft ihres Opfertodes sind die Wurzeln der jahrhundertealten Faszination des Romeo und Julia-Stoffes.

Wir produzieren Shakespeare auf der Rosenburg, um die zeitlose Kraft eines historischen Themas zu beweisen. Damit erreichten wir 2009 knapp 15.000 Menschen.

Erich Schleyer wird heuer dreimal durch Romeo und Julia für Kinder von vier bis vierzehn führen, und zwar an diesen Samstagen: 10., 24. und 31. Juli.

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Musik-Festival 2010

Titel

Vom 19.8.-12.9.2010

IAls Höhepunkt der Grafenegger Saison darf das von 19. August bis 12. September stattfindende Musik-Festival mit internationalen Orchestern, Solisten und Dirigenten betrachtet werden. Zahlreiche Debüts bestimmen das Festival, das um zwei Konzerte auf nunmehr vier aufeinander folgende Wochenenden verlängert wurde.

Als Composer in Residence konnte Cristóbal Halffter gewonnen werden, der in Grafenegg u. a. die Uraufführung seines Auftragswerks «Ritual» leiten wird. Den Besuchern wird ein umfangreiches Rahmenprogramm bestehend aus Préludes, Soirées, Einführungsgesprächen sowie einem Round Table mit Cristóbal Halffter geboten.

Eröffnet wird das Festival 2010 mit der Aufführung von Beethovens «Fidelio». «Die Besetzung dieser konzertanten Aufführung lässt wahrlich keine Wünsche offen», so Buchbinder, der für diesen Abend Anja Kampe, Johan Botha, Falk Struckmann, Kurt Rydl, Bernarda Bobro, Alexander Kaimbacher, Horst Lamnek, den Arnold Schoenberg Chor sowie Heribert Sasse als Sprecher gewinnen konnte.

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Titel
Stella Mandusic